Kinderkrippe Putzbrunn: Konzeption der Elterninitiative Oedenstockacher Wölflein e.V.

Die Kinderkrippe "Oedenstockacher Wölflein e.V." ist eine Elterninitiative. Träger der Krippe ist der dafür gegründete gemeinnützige Verein. Im Jahre 2000 gründeten einige Eltern, deren Kinder von zwei Tagesmüttern betreut wurden, den Verein zum Erhalt der damals einzigen in Putzbrunn ansässigen Kleinkindbetreuung. In Oedenstockach konnte ein altes Bauernhaus mietfrei genutzt werden, daraufhin eröffnete die Krippe im Januar 2001. Nach vielen Umzügen konnte die Elterninitiative im Sommer 2005 eine kleine Wohnung hinter dem Gemeindekindergarten in der Waldkolonie von der Gemeinde anmieten. Seitdem sind die Oedenstockacher Wölflein ein fester Bestandteil der Kinderbetreuung in Putzbrunn. Nach dem Abriss der Gemeindewohnung waren die Wölflein für ein Jahr in einem Containerbau in der Rathausstraße in Putzbrunn untergebracht. Anschließend konnten sie den Neubau im Frühjahr 2014 in der Kiefernstraße 15a beziehen. Im Jahr 2015 wurde die zweite Gruppe bis 15 Uhr eröffnet. Die Kinderkrippe "Oedenstockacher Wölflein e.V." zeichnet sich durch seine familiäre Atmosphäre infolge der kleinen Einrichtungsgröße mit zwei Gruppen und der jeweiligen Gruppengröße von nur zehn Kindern aus. Die flexible Buchungsmöglichkeit einer 3-, 4- oder 5-tägigen Betreuung in der 13 Uhr - Gruppe und eine 4- oder 5- tägige Betreuung in der 15 Uhr- Gruppe, sind für die Krippenbetreuung in Putzbrunn einmalig. Ein besonderer Schwerpunkt ist das tägliche Spielen im Freien, egal bei welcher Wetterlage. Außerdem sind das Engagement der Eltern, sowie die gute Zusammenarbeit mit ihnen ausschlaggebend, dass sich die Familien in unserem Hause sehr wohl fühlen.

Vorstellung der Einrichtung
 
Die Krippe befindet sich in dem Ortsteil Waldkolonie von Putzbrunn, angrenzend an den Gemeindekindergarten und inmitten eines reinen Wohngebiets mit überwiegend Ein- und Mehrfamilienhäusern. In der verkehrsberuhigten Zone befinden sich einige Spielplätze und ein kleines Waldgebiet ist fußläufig erreichbar. Die Krippe verfügt über ein eigenes Außengelände mit zwei Sandkästen, einem Hügel mit einer Hangrutsche, einem Spielhäuschen, einer Balanciereisenbahn, einer Küche und anderen Spielmöglichkeiten. Ein Bauernhof, Felder und der größere Putzbrunner Wald sind mit dem Krippenwagen erreichbar. Das Einzugsgebiet der Oedenstockacher Wölflein umfasst die Gemeinde und die angrenzenden Ortschaften Neubiberg, Ottobrunn und München bei freiem Platzangebot.
Hier findet ihr detaillierte Infos zur Konzeption unserer pädagogischen Arbeit. 

Zielgruppe und Personal
 
Zwei Erzieherinnen, drei Kinderpflegerinnen und wenn möglich eine Praktikantin sind die festen Bezugspersonen der Kinder. Zwei Ganztagskräfte und drei Teilzeitkräfte betreuen täglich 20 Kinder in zwei Gruppen. Die Kinder sind im Alter von 18 Monaten bis zum Übergang in den Kindergarten. Im Krankheitsfall oder bei Urlaub einer Bezugsperson gibt es feste, vertraute Vertretungen sowie die Eltern, die den Krippenbetrieb unterstützen.

Unsere Gruppen
 
Die Wiesenwölflein:
Die Eltern können zwischen 3 bis 5 Tagen in der Woche von 7.30 - 13.00 Uhr buchen.

Die Waldwölflein:
Die Eltern können eine Betreuung von 7.30 - 15.00 Uhr für 4 oder 5 Tage der Woche buchen.

Der Frühdienst von 7.30 - 8.00 Uhr wird für beide Gruppen angeboten.

Räumlichkeiten
 
Den beiden Gruppen stehen jeweils ein großer Gruppenraum, ein Ruheraum/ Bewegungsraum, sowie ein Kinderbad zur Verfügung. In den hellen Gruppenräumen befinden sich eine Rutsche, eine Bastel- und Malecke, eine Leseecke mit einer großen Matratze, eine Kinderküche sowie Tische und Stühle. In den angrenzenden Ruhe- und Bewegungsräumen können unterschiedliche Podeste, eine Weichbodenmatte verschiedene Klettermöglichkeiten genutzt werden. Der Nebenraum der Waldwölflein wird als Schlafraum genutzt. In den Kinderbädern stehen den Kindern altersgerechte Kindertoiletten, ein großes Waschbecken und eine begehbare Wickelkommode zur Verfügung. Außerdem enthält die Kinderkrippe noch folgende Räumlichkeiten: eine Garderobe, eine vollausgestattete Küche, ein Büro, ein Behinderten WC und eine Personaltoilette. Im Keller der Krippe befinden sich noch eine Hausmeisterwerkstatt sowie ein Hauswirtschaftsraum, ein Lagerraum und ein Turnraum.

Außengelände
 
Zur Kinderkrippe gehört ein großzügiger Garten mit Wiese, drei schattenspendenden Bäumen, zwei Sandkästen mit Sonnensegel, einem Spielhäuschen, ein kleiner Hügel mit einer Hangrutsche, einer Balanciereisenbahn, einer Küche, einer großen Holzterrasse und anderen Spielmöglichkeiten. Außerdem befinden sich 2 Geräteschuppen auf dem Grundstück für Gartengeräte, Spielzeug, Fahrzeuge und 3 Krippenwägen.

Öffnungszeiten
 
Montag bis Freitag
Wiesenwölflein: 7.30 - 13.00 Uhr
Waldwölflein: 7.30 - 15.00 Uhr

Abholzeiten:
Wiesenwölflein: 12.00 - 12.50Uhr
Waldwölflein: 14.30 - 14.50 Uhr

Schließzeiten
 
Pfingstferien: eine Woche
Sommerferien: zwei bis drei Wochen
Weihnachtsferien: ein bis zwei Wochen

Weitere Schließtage: Konzeptionstage, Brückentage

Tagesablauf
 
7.30 Uhr - Frühdienst - ca. kurz nach 8.00 Uhr bei den Waldwölflein
Bringzeit bis 8.30 Uhr
Begrüßung, Austausch und Freispiel
8.30 Uhr Aufräumen, Körperpflege
8.40 Uhr Frühstück
9.15 Uhr Abräumen, Körperpflege
9:15 Uhr Freispiel/ Angebote
9.45 Uhr Morgenkreis / Tagesplanung mit den Kindern
10.00 Uhr Körperpflege und Anziehen zum Rausgehen oder Aktivitäten im Haus
10.15 Uhr Wir gehen an die frische Luft: auf unser Außengelände, oder Spielplatz, machen einen Spaziergang oder fahren in den Wald
11.30 Uhr Mittagessen
12.10 Uhr Körperpflege und Freispiel
12.15 Uhr Freispiel /Wiesenwölflein
12 - 12.50 Abholzeit / Wiesenwölflein
12.15 -14.15 Mittagsschlaf Waldwölflein
14.30 -14.50 Abholzeit Waldwölflein

Bild vom Kind
 
Kinder sind die kompetenten Akteure ihrer Entwicklung. Das lernende Kind als aktiver und kompetenter Gestalter seiner Bildungsprozesse stellen wir in unserer pädagogischen Arbeit in den Mittelpunkt. Demzufolge orientieren sich unsere Organisation und Begleitung der individuellen Bildungsprozesse der kindlichen Persönlichkeiten allein an diesen selbst. Vor dem Hintergrund seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten soll jedes Wölflein selbständig handeln können. Mit unserer Unterstützung sollen die Kinder ihren Alltag so autark wie möglich bewältigen. Wir achten die kindliche Persönlichkeit, geben den Kindern Halt durch Nähe, klare Strukturen, Geduld und Einfühlungsvermögen. Unser Verständnis von verantwortungsbewusster Begleitung zeichnet sich einerseits durch eine vorbereitete Umgebung und des Angebots verschiedener Materialien aus (Mal Ecke, Montessori Material, Spielsachen, Alltagsgegenstände). Weiterhin bieten wir den Kindern die Möglichkeit ihre Selbständigkeit zu entfalten und Mitbestimmung zu erlernen. Die Grundlage unserer Arbeit ist der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan, hier im Speziellen "Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren".

Quelle: https://www.stmas.bayern.de/kinderbetreuung/paedagogik/kinder-unter-drei.php

Wir nehmen die Fürsorge der Kinder sehr ernst und arbeiten nach dem Schutzauftrag § 8a.






PÄDAGOGISCHE ARBEIT
 


Kognitive und lernmethodische Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung
 
Durch eine absolut wertschätzende und lebensfrohe Umgebung geben wir den Kindern zur Weiterentwicklung ihres positiven Selbstkonzepts großen Entfaltungsspielraum. Dabei ist eine vertrauensvolle sichere Bindung zu uns, als neue Bezugsperson, die wichtigste Grundlage all unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit. Damit kann sich jedes Wölflein entspannt und neugierig neuen Erlebnissen und Erfahrungen öffnen. Jedes Kind darf eigene Ideen entwickeln und verwirklichen. Durch altersgerechte Angebote und eine die Sinne, Fantasie anregende und Neugier herausfordernde, aber ebenso Sicherheit gebende Umgebung wollen wir jedes Wölflein dazu ermutigen, jeden Tag seine Umwelt neu zu erfahren und aktiv mitzugestalten.

Emotionale und soziale Kompetenz
 
Im Gruppenalltag erweitern die Wölflein ihre sozialen Kompetenzen. Die Kinder lernen ihre Bedürfnisse zu erkennen, zu verbalisieren und Gefühle bei sich und anderen wahrzunehmen. Ebenso sollen sie erlernen die Bedürfnisse der Kinder zu respektieren. Neben Rücksichtnahme, einem respektvollen und höflichen Miteinander erleben sie ihre eigenen Stärken und Schwächen sowie die der anderen Kinder. Die Kinder können erste Freundschaften schließen und gehen, wenn möglich, zusammen mit den Freunden in den Kindergarten (innerhalb der Gemeinde Putzbrunn). Sie erleben sich als wertvolle Mitglieder eines sozialen Gefüges außerhalb der Herkunftsfamilie. Die Kinder lernen zu fragen, sich Hilfe zu holen und sich auch helfen zu lassen. Sie werden angeleitet, ihre Konflikte möglichst selbständig und verbal zu lösen, einander nicht weh zu tun, sich nichts wegzunehmen.

Sauberkeitsautonomie
 
Mit viel Geduld, Feinfühligkeit und Motivation ermöglichen wir jedem Kind seinen individuellen Weg. Jederzeit stehen Töpfchen und kleinkindgerechte Toiletten zur Verfügung. Die Kinder bestimmen selbst, wann sie dazu bereit sind, sich ganz oder teilweise von ihrer Windel zu trennen. Ein regelmäßiger Austausch mit den Eltern und eine gute Zusammenarbeit sind für uns ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Die Kinder bekommen die notwendige Unterstützung, um selbständige Körperpflege einzuüben und dabei lernen sich selbständig an- und auszuziehen und eigenständig die Hände zu waschen.

Sprachliche Entwicklung
 
Die Wölflein werden mit ihren jeweiligen kommunikativen und emotionalen Kompetenzen ernst genommen und ermuntert, sich uns Erwachsenen ebenso wie auch den anderen Kindern sprachlich mitzuteilen. Wir begleiten beispielsweise Konflikte durch Hilfestellungen. Die Kinder lernen ihre Gefühle zu verbalisieren, z.B. "Jetzt bist du sehr zornig, weil Maxi dir das Auto aus der Hand gerissen hat" und Lösungsvorschläge zu finden, z.B. "Sag Karl, was du von ihm willst: "Darf ich mal das Auto haben? Durch das Vorlesen von Geschichten sowie Bilderbuchbetrachtungen erlernen wir ganz nebenbei die Sprache, erweitern den Wortschatz und die Ausdrucksfähigkeit. Wir sprechen über Erlebnisse, Wünsche und über die Familien und nehmen die Kinder mit ihren Gedanken wichtig. So wird mit gezielten kommunikationsfördernden Angeboten die Interaktion und der verbale Austausch miteinander in den Alltag integriert.

Resilienz und Selbständigkeit
 
Die Kinder sollen Veränderungen in ihrer Familiensituation (Trennung, Umzug, Geburt eines Geschwisterkindes), in der Kindergruppe sowie den Wechsel der Betreuungspersonen gut bewältigen können. Daher werden die sie bewegenden Themen sensibel aufgegriffen. Wir begleiten die Kinder auch in schwierigen Situationen liebevoll und individuell, stärken ihre Widerstandsfähigkeit und ermöglichen ihnen, Erfahrungen von Selbstregulation bei Konflikten zu sammeln. Außerdem sollen sie Erlebnisse verarbeiten, auch negative Erfahrungen verwinden, Lösungen entwickeln können und Übergänge bewerkstelligen.


UNSERE SCHWERPUNKTE
 


Eingewöhnung
 
Im Herbst jeden Jahres veranstalten wir einen Elternabend für neue Wölfleinfamilien, an dem viele wichtige Informationen weitergegeben, Fragen geklärt werden können und ein erstes Kennenlernen möglich ist. Wir bitten alle zukünftigen Wölfleinfamilien, uns bereits vor der Eingewöhnung mit dem Kind zu besuchen, um ein erstes Beschnuppern zu ermöglichen. Die Eltern bekommen einen umfangreichen Erstfragebogen, der uns das Kennenlernen der Lebensumstände, Gewohnheiten und Besonderheiten unseres neuen Wölfleins erleichtern soll. Wenn das Wölflein in der Gruppe angekommen ist, bieten wir den Eltern ein Gespräch über die Eingewöhnungszeit des Kindes an. Unsere behutsame Eingewöhnung und der Aufbau einer positiven, verlässlichen Beziehung zu den Kindern und Eltern bilden die Basis in unserer Einrichtung. Deshalb nehmen wir uns die Zeit, die das Kind benötigt, um sich in seiner neuen Lebenssituation zurechtzufinden und mit den Erzieherinnen und Kindern Kontakt aufzunehmen. Mit der Bezugsperson im Hintergrund, als sicherer Hafen, werden von den Erzieherinnen erste Kontaktangebote in Form von Aktionen, Angeboten oder Spielmaterial unternommen. Wir arbeiten angelehnt an das "Berliner Eingewöhnungsmodell". Nach einer dreitägigen Grundphase mit einer Bezugsperson erfolgt nach Möglichkeit und Absprache am 4. Tag eine erste Trennung. Dann wird nach und nach die Zeit ohne Bezugsperson individuell erweitert, bis das Kind den gesamten Wölfleintag bewältigen kann. Das neue Wölflein startet in unserer Mitte möglichst immer gemeinsam mit der gleichen Bezugsperson (Mutter, Vater, Au-pair, Oma, Tante) die Eingewöhnung. Der Übergang zum eigenständigen Dableiben ohne Eltern wird sehr behutsam und schrittweise vollzogen. Jedes Kind hat dabei sein eigenes Tempo. Nach 4-6 Wochen ist die Eingewöhnung in der Regel abgeschlossen. In dieser Zeit findet ein sehr reger Austausch zwischen Eltern und pädagogischen Personal statt. Den genauen Ablauf der Eingewöhnung beschreiben wir im "Wölfleinhandbuch", dass alle Wölfleinfamilien im Vorfeld erhalten.
Quelle: http://www.woelflein-ev.de/elternseite.html

Bewegung und Natur
 
Da Bewegung und frische Luft sehr wichtig für die Entwicklung sind, erhalten die Kinder die Möglichkeit, sich täglich dort auszutoben. Mit wetterentsprechender Kleidung sind sie bestens gerüstet, ihre nähere und auch weitere Umgebung zu erobern. Wir gehen in den Garten, spazieren, oder mit unseren zwei Krippenwägen auf nahegelegene Spielplätze, ins Feld sowie in den Wald. Der Waldtag ist (solange das Wetter es zulässt) ein bedeutsamer Teil unserer Wölfleinwoche. Unser neuer Turnraum wird von beiden Gruppen gern genutzt, damit sich die Wölflein auch drinnen viel bewegen können, ohne andere Kinder, die sich gerade zum stilleren Spiel zurückgezogen haben, zu stören. Auf dem Außengelände haben die Kinder unterschiedliche Spielmöglichkeiten und vielfältige Bewegungsangebote. Sie können mit Bobbycars oder Dreirädchen fahren, mit Sandspielzeug buddeln, Puppenwägen schieben, mit Kreide malen. Im Winter sind die Kinder gerne mit Schneeschieber unterwegs und spielen im Sommer mit Wasser.

Wald macht schlau
 
Einmal in der Woche, abhängig vom Wetterbericht, besuchen die Wölflein gruppenweise den Wald. Unser Waldtag findet an wechselnden Wochentagen (Di-Fr) statt. Nach dem Frühstück starten wir mit unseren Krippenwägen und fahren in den Putzbrunner Forst südlich der Ottobrunner Straße. Die Wägen stellen wir am Waldrand ab und marschieren auf verschiedenen Waldwegen los. Der Weg ist das Ziel. Wir überlegen zusammen, wo wir im Wald spielen können. Der Fantasie der Kinder sind im Wald keine Grenzen gesetzt, die Kinder gestalten einen Morgenkreis auf dem Waldweg, im hohlen Baumstumpf wird eine Suppe gekocht, der umgefallene Baumstamm wird zum Zug, Helikopter oder Krokodil.

Ernährung
 
Während unserer gemeinsamen Mahlzeiten wollen wir den Kindern einen genussvollen und verantwortungsvollen Umgang mit Essen vermitteln. Zur Brotzeit bringt jedes Kind seine eigene Brotdose, Tasse und Trinkflasche mit Wasser oder ungesüßtem Tee mit. In der Brotdose dürfen belegte Brote, Semmeln, Brezn, Wurst, Käse, Aufstrich, geschnittenes Obst und Gemüse sein. Es können auch fertig zubereitetes Müsli (ungesüßt), Joghurt und Quark mitgebracht werden. Das Mittagessen wird jeden Tag vom Bio Caterer Naturkost Strohmeier in Wärmebehältern geliefert. Alle Zutaten sind biologisch und soweit möglich aus der Region. Der Speiseplan ist abwechslungsreich, es gibt BIO Rind-, Kalb- oder Geflügelfleisch und es ist möglich ein Allergieessen oder ein vegetarisches Menü zu bestellen. Nach einem Tischspruch fangen wir gemeinsam an zu essen. Wir achten auf Tischmanieren, eine angenehme Atmosphäre, selbständiges Essen und vermitteln Freude am Essen. Jedes Kind bringt täglich ein Obst als Nachspeise mit. Dieses wird frisch aufgeschnitten und auf einem Teller angerichtet. Die Kinder dürfen wählen, welches Obst, bzw. welche Nachspeise sie gern essen möchten. Dabei lernen die Kinder die Vielfalt des Essens kennen. Wenn ein Kind Geburtstag hat oder seinen Abschied feiert, können die Eltern das Frühstück für die ganze Kindergruppe ausrichten. Die Eltern richten das Essen wie z.B. Brezn, Wiener, Weißwurst, Obst, Gemüse, selbständig in der Küche her. Derweil wird in der Gruppe ein festlicher Tisch gedeckt.

Musikalische Frühförderung
 
Wöchentlich treffen sich alle Kinder der Einrichtung in Kleingruppen von 4 - 6 Kindern zu einer Musikstunde von 20 bis 30 Minuten. Eine der Erzieherinnen des Vereins hat dafür eine Ausbildung an der Musikhochschule in Trossingen absolviert. Eingerahmt in einen immer gleichen Anfang, in Form eines Begrüßungsliedes und einem Schluss mit einem klassischen Musikstück, erleben die Kinder einen Wechsel von Ruhe- und Konzentrationsphasen als auch von Bewegung. Es werden neue Lieder und Bewegungsspiele gelernt, aber auch verschiedene Instrumente ausprobiert. Dabei steht immer die Freude an Musik im Vordergrund. Die Themen orientieren sich an den Jahreszeiten, traditionellen Festen und den Erfahrens- und Erlebniswelten der Kinder. Einige Musikstunden bauen aufeinander auf, andere stehen für sich.

Kreativität
 
Mit der vorbereiteten Umgebung in der Gruppe regen wir die Kinder zur Kreativität, zum Experimentieren und zum Ausleben ihrer Fantasie an. Unsere Mal- und Bastelecke ist ausgestattet mit einem großen Tisch, einem Bastelwagen, einem Trockenwagen mit mehreren Möglichkeiten zum Ausstellen der Kunstwerke. Bevor die Kinder ihre Werke mit nach Hause nehmen, werden sie in der Gruppe aufgehängt und wertgeschätzt. Je nach Angebot werden den Kindern unterschiedliche Materialien angeboten. Knete stellen wir mit den Kindern zusammen her. Diese steht immer zur freien Verfügung. Die Kinder formen mit oder ohne Hilfsmittel. Mit Fingerfarben und Kleister wird experimentiert. Im kreativen Tun erweitern die Kinder ihre kommunikativen Kompetenzen. Sie fragen nach Materialien, ahmen einander nach, treffen Absprachen zu gemeinsamen kreativen Spielen, z.B. wir backen (mit Knete). Im kreativen Miteinander stärken sie ihre sozialen Fähigkeiten. Am Basteltisch werden die Geduld, das Abwarten und die gegenseitige Rücksichtnahme jedes Einzelnen gefordert. Die Kinder erlernen verantwortungsvollen Umgang mit Materialien und achtsamen Gebrauch, z.B. von Scheren, Kleister und Knete. In einer vertrauensvollen Atmosphäre können sie ihre Neugier und ihren Schaffensdrang nachkommen und fantasievolle Eigenkreationen entstehen lassen. Die Kinder werden stets ermutigt Dinge selbst zu tun. Wir sehen uns als Hilfesteller und Anleiter. Ebenso wichtig ist uns die kreative Beschäftigung im Freien. Sowohl in der Sandkiste, beim Rollenspiel im Spielhäuschen, als auch im Wald fördern wir die ideenreiche Beschäftigung z.B. mit Naturmaterialien. Dabei wird die Wurzel zur Küche, der Stock zum Motorrad oder Bohrer, der Sand zur Autobahn und der Baumstumpf zum Kochtopf. Das Rollenspiel stellt einen weiteren Schwerpunkt unserer kreativen Arbeit dar. Den Kindern steht eine Kiste mit Verkleidung und Tüchern zur freien Verfügung. Der Fantasie werden keine Grenzen gesetzt.

Projekte und Feste
 
Eingebettet in den Jahreslauf verwirklichen wir unterschiedliche Projekte:

Beispiele für Projekte:

• Die Farbenwochen, als jährliches Projekt, ermöglicht den Wölflein die Farben mit allen Sinnen, verschiedenen Materialien und Experimenten zu erfahren und erleben. Abschluss des Projekts mit einem Fest
• Von Frühjahr bis Herbst gehen wir einmal in der Woche einen ganzen Vormittag in den Wald zum Wandern, Spielen, Erforschen, Toben, Beobachten von Pflanzen und Tieren mit allen Sinnen
• Das Laternenfest wird mit den Wölflein zusammen gestaltet. Der Umgang mit der Laterne und der Weg für den Laternenumzug werden erprobt. Lieder und Tänze werden geübt, Laternen gebastelt, Verpflegung gebacken

An den Lebenswirklichkeiten der Kinder orientierte Projekte und Feste
• Kurzprojekte, je nach Interessen der Kinder, situativ in den Alltag der Kinder integriert, z.B. Schnee, Ostern,

Morgenkreis
 
Der Morgenkreis ist ein festes und sehr beliebtes Ritual im Tagesablauf. Er findet meist zur gleichen Zeit, nach dem Freispiel und vor dem Rausgehen, statt. Jede Gruppe gestaltet ihren eigenen individuellen Morgenkreis. Die Kinder holen sich dafür selbständig Sitzkissen oder Stühle. Die Pädagogen sitzen zusammen mit den Kindern im Kreis. Begonnen wird mit einem Guten - Morgen - Lied, dass sich die Kinder aussuchen dürfen. Danach werden verschiedene Lieder, Finger- und Bewegungsspiele gesungen und getanzt, manchmal auch mit Instrumenten begleitet oder auch mal ein Buch vorgelesen. Dadurch, dass die Lieder immer wiederkehrend sind, lernen die Kinder im Lauf des Jahres viele Lieder kennen und können diese mitsingen. Die Themen richten sich nach Jahreszeiten und ergeben sich daraus, was die Kinder gerade besonders beschäftigt. Der Morgenkreis dient auch dazu, dass sich jedes Kind als Teil einer Gemeinschaft erleben darf, d.h. dass es einmal im Mittelpunkt stehen darf, bzw. ganz persönlich in der Gemeinschaft begrüßt wird. Zum Geburtstag und Abschied eines Kindes gibt es individuelle Morgenkreise, in denen das jeweilige Kind ganz besonders gefeiert und mit einer Kleinigkeit beschenkt wird. Im Wochenplan erfahren die Eltern, was im Morgenkreis erlebt wurde. Neue Texte werden ausgehängt.

Schlafen
 
Am Vormittag wird mit den Kindern zusammen das Schlafzimmer hergerichtet. Jedes Kind hat seine eigenes Schlafbettchen, dass von der Krippe zur Verfügung gestellt wird. Die Dinge für die Schlafkiste: Kopfkissen und Decke oder Schlafsack sowie Kuscheltier und Schnuller bringen die Kinder von Zuhause mit. So hat jedes Kind noch ein Stück von zu Zuhause beim Schlafen bei sich. Unser Ziel ist es das die Kinder selbständig und ohne Hilfe einschlafen. Bei Kindern, denen es noch nicht so leicht fällt, setzten wir uns daneben und helfen zur Ruhe zu kommen. Eine Erzieherin bleibt immer im Schlafraum der Kinder, falls ein Kind aufwacht oder sich erschreckt. Gegen 14.15 Uhr werden die Kinder geweckt. Zusammen werden die Schlafsachen wieder aufgeräumt.

Partizipation im Alltag
 
Die Wölflein können ihren Vormittag aktiv mitgestalten. Während der Freispielphase können sie sich im Spielzimmer oder Bewegungsraum ihr Spiel, Spielmaterial und ihren Spielpartner selbst wählen. Ihren Spielraum können die Kinder durch frei bewegliche Spielelemente, wie Kissen, Decken, Kartons, Stühle, Decken selbst gestalten. Im Rahmen der Körperpflege bestimmen die Kinder, wann sie auf die Toilette gehen, wann sie ohne Windel sein wollen, wie sie gewickelt werden möchten oder auch welche Wechselwäsche sie anziehen wollen. Die Schubläden befinden sich in Kinderhöhe mit den entsprechenden Symbolen der Kinder. Im Morgenkreis können sie den äußeren Rahmen bestimmen -Stuhlkreis, Bodenkreis-, die Lieder der Woche aussuchen und jeweils ein Kind entscheidet welche Lieder, Fingerspiele oder Tänze ausgewählt werden. Die Kinder können auswählen, ob sie an den Angeboten und Aktionen teilnehmen. Sie entscheiden was sie basteln möchten und mit welchem Material. Weiterhin planen die Wölflein (je nach Wetterlage), was sie draußen erkunden und erleben möchten: Spielplätze, Garten, Rädchen fahren oder in den Wald gehen und welche Kleidung notwendig ist. Beim Mittagessen entscheiden die Kinder, neben wem sie sitzen möchten, welcher Tischspruch gesprochen wird und was sie essen möchten. Die Essenskomponenten werden getrennt auf dem Teller angerichtet, damit die Kinder probieren können. Ebenso wählen sie ihren Nachtisch (Obst, Quark, etc.) selbst aus. Jedes Kind entscheidet für sich, wann es aufhören möchte zu essen oder ob es noch einen Nachschlag braucht.

Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern
 
Wir verstehen unsere Krippe als familienergänzende Einrichtung. Eltern und Pädagogen begleiten gemeinsam die kleinen Wölflein. Für Eltern ist der Beginn der außerfamiliären Bildung, Erziehung und Betreuung ein wichtiger und aufregender Schritt, der mit Unsicherheiten und Ängsten besetzt sein kann. Der Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Eltern sind daher ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Arbeit und des pädagogischen Konzepts. Das Pädagogenteam wird kontinuierlich einen guten und offenen Austausch mit den Eltern fördern, um den Bedürfnissen der Eltern gerecht zu werden und eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. Dabei sind die täglichen Tür- und Angelgespräche als auch die tägliche Dokumentation des Wölfleinalltags Grundbausteine der lebendigen Partnerschaft zwischen Krippe und Elternhaus. Regelmäßige Elterngespräche, Elternabende und auf Wunsch Stammtische eröffnen die Gelegenheit, sich auch mit anderen Eltern der Gruppe auszutauschen. Die Vereinsarbeit und unsere Wölfleinfeste fördern die Verbundenheit mit der Gruppe und schaffen eine gute Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder. Die Elternbeiräte erhalten die Handreichung "Bildungs - und Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Kindertageseinrichtungen" als Datei und können die Broschüre jederzeit in der Einrichtung einsehen oder ausleihen.

Quelle: https://www.stmas.bayern.de/imperia/md/content/stmas/stmas_internet/kinderbetreuung/bep_elternbeirat.pdf

Vereinsarbeit
 
Wer sein Kind bei den "Oedenstockacher Wölflein" betreuen lassen will, wird Mitglied im gleichnamigen Verein. Von dem Engagement unserer Wölfleineltern hängt der reibungslose Ablauf unseres Wölfleinlebens in der Elterninitiative ab. Drei Eltern bilden jeweils den Vereinsvorstand. Dieser besteht aus Vorsitz, Kassierer und Schriftführer. Der jeweils "alte" Vorstand arbeitet den neuen umfassend ein.

Weitere Elterndienste z.B.:
• Feste (z.B. Arbeitsfest) und Elternstammtische organisieren
• Fotos vervielfältigen
• Einkäufe erledigen
• Sicherheitsgewährleistung (Apotheke, Erste-Hilfe-Kurse)
• Homepage aktualisieren
• Reparaturen und Gartenarbeit erledigen werden vergeben.

Weg von einer reinen Dienstleistung der Kinderbetreuung hin zu einer lebendigen Partnerschaft im Rahmen unseres kleinen Vereins hat jeder die Möglichkeit, sich und seine Ideen, Fähig- und Fertigkeiten für alle innerhalb unserer Gemeinschaft einzubringen. So entsteht eine lebendige "Wölfleinfamilie". An den halbjährlich stattfindenden Arbeitsfesten werden Reparaturen vorgenommen, mit vereinten Händen geputzt und zusammen aufgeräumt und beisammen gegessen. Für die unterschiedlichen Aufgaben der Eltern und des Vorstandes gibt es Aufgabenbeschreibungen, die wir neuen Eltern zur Verfügung stellen, um die Aufgaben selbständig ausführen zu können. Die Gebühren werden nach den Verhandlungen mit der Gemeinde Putzbrunn festgelegt.

Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung in der Gemeinde
 
Unsere Konzeption, die Elterninformationsbroschüre und der Internetauftritt der Oedenstockacher Wölflein e.V. leisten einen wichtigen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit der Kinderkrippe. Zum Austausch mit den anderen Kindertageseinrichtungen in Putzbrunn wurde ein sich regelmäßig treffender Runder Tisch gegründet. Wir lassen die Gemeinde regelmäßig an unserem Alltag oder besonderen Aktionen teilnehmen, z.B. Waldtag, Frühlingsfest, Osternester Suche, Oma-Opa- Tag, indem wir Presseartikel in der örtlichen Presse Putzbrunn veröffentlichen.


QUALITÄTSENTWICKLUNG
 


Beobachtung und Dokumentation von Lern- und Entwicklungsprozessen
 
Die Erzieherinnen pflegen einen kontinuierlichen Austausch über Erlebnisse, Beobachtungen, Entwicklungsschritte der Kinder ebenso wie über Probleme und Ideen für die weitere Arbeit mit jedem einzelnen Kind. Jeder Wölfleintag wird für alle Wölfleineltern ersichtlich an unserem Wochenrückblick geschildert. Besondere Ereignisse wie z.B. Geburtstage, Personalvertretung bei Krankheit, Urlaub der Erzieherinnen, Waldtag, etc. werden für alle Wölflein und ihre Eltern erfahrbar gemacht. Schöne, interessante, besondere, aber auch alltägliche Erlebnisse und Situationen fotografieren wir, stellen Wandbilder und kleine Geschichten zusammen und ermöglichen allen Wölfleineltern das Kopieren der Fotos.

Portfolio und Entwicklungsdokumentation / Lerngeschichte
 
Wir dokumentieren die Lern- und Entwicklungsprozesse eines jeden Kindes mittels Portfolio Konzept und kleiner Lerngeschichten. Dazu bringt jede Familie einen eigenen Ordner für ihr Kind mit, in dem seine individuelle Entwicklung in der gesamten Krippenzeit anhand von Fotos, Erlebnisberichten und vom Kind angefertigten Kunstwerken dokumentiert werden. Dieser Ordner, das Portfolio, ist für Eltern, Kinder und Pädagogen gleichermaßen zugänglich und wird von diesen gemeinsam gestaltet. Am Ende der Wölfleinzeit ist dieser Ordner eine schöne Erinnerung an die Erlebnisse und Personen in dieser ersten spannenden Entwicklungsphase außerhalb des Elternhauses. Entwicklungsgespräche, dokumentiert nach Beller, finden mindestens einmal jährlich statt.

Elternbefragung
 
Eine Elternbefragung wird anhand eines ausführlichen Fragebogens durchgeführt, in der die Zufriedenheit, Anregungen und Ideen mitgeteilt werden können. Die daraus gewonnen Ergebnisse sollen zur Qualitätsentwicklung der Arbeit in der Krippe dienen. Weitere Instrumente zur Qualitätssicherung und -entwicklung sind für das Team 14- tägige Teambesprechungen, ein jährliches Mitarbeitergespräch, regelmäßige Konzeptionstage zur Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit und die Teilnahme an Fortbildungen. Bei Bedarf arbeiten wir mit anderen Institutionen (AWO Beratungsstelle, andere Krippen) zusammen und holen uns externe Unterstützung.

Beschwerdemanagement
 
Die Beschwerde eines Kindes verstehen wir, als Äußerung der Unzufriedenheit, die sich in Weinen, Wut, Traurigkeit, Schreien, Aggressivität oder Zurückziehen ausdrücken kann.
Wir schaffen einen sicheren Rahmen dafür (eine verlässliche und vertrauensvolle Beziehung).
Wir nehmen die Äußerungen sensibel wahr und nehmen das Verhalten des Kindes ernst.
Wir gehen der Beschwerde des Kindes nach, und versuchen gemeinsam Lösungen zu finden.
Wir sehen die Beschwerden der Kinder, als Entwicklungschance.
Die Kinder lernen ihre Selbstwirksamkeit kennen, ihre Belange mitzuteilen, ernst genommen zu werden.
Jederzeit ist die Einrichtungsleitung vertrauensvoller Ansprechpartner für alle Mitarbeiter und Eltern und kann für ein Gespräch kontaktiert werden. Die Beschwerden werden stets ernst genommen.
Weiterhin gibt es die Möglichkeit Anliegen, Kritik zu verschriftlichen und im Elternbriefkasten einzuwerfen.
Die regelmäßige Zusammenarbeit und die Mitsprache unserer Elternvertretung ist uns sehr wichtig.
Das pädagogische Team versteht Beschwerden nicht als Angriff, sondern als erwünschte konstruktive Kritik.
Auch der Vorstand unserer Krippe nimmt Beschwerden, Wünsche oder Anliegen zu jeder Zeit auf und steht für klärende Gespräche zur Verfügung.

Putzbrunn, Juni 2022
Das Team der Oedenstockacher Wölflein e.V.